"Kein schlechter Standort", sagt Gunter Schulz vom Vorstand der Firma LOCON. Das uckermärkische Eisenbahntransportunternehmen bewirtschaftet im Auftrag der Gemeinde Pinnow den Gleisanschluss auf dem Gewerbegebiet. Was 2005 mit zwei bis drei Zügen jährlich begann, mausert sich heute zum Umschlagplatz für die regionale Wirtschaft. Düngekalk, Sackzement, Palettenware, Mais, Schotter und Wasserbausteine wechseln von der Schiene auf die Straße. Und Panzer. Es ist ihr letzter Weg vor der Verschrottung beim Munitionsentsorger Nammo-Buck, dem größten Betrieb auf dem Industriegelände
• Märkische Oderzeitung / Mittwoch, 04. Februar 2009 •
» Presse-Archiv «

Umschlagplatz für die neue Gas-Pipeline Pinnow (os)
Pinnow (os) Mehr als 25 Kilometer Rohrleitungen der neuen Erdgaspipeline werden derzeit im Verladebahnhof Pinnow umgeschlagen. Jeden Tag rollt ein neuer Zug auf das Industriegelände. Hier wechseln die Riesenrohre auf Lastwagen. Logistiker bescheinigen dem Standort eine zunehmende Bedeutung.
Genau zwei Minuten dauert das Umschlagen eines Rohrstücks der neuen Erdgaspipeline, die künftig - von Greifswald kommend - quer durch die Uckermark und das Oderland in Richtung Dresden führen soll. Im Takt werden insgesamt 18 Züge auf dem Verladebahnhof Pinnow entleert. Von hier treten täglich 81 Rohre die kurze Fahrt zu den Materiallagern an. Die befinden sich in regelmäßigen Abständen entlang der vorgesehenen Trasse. Auf dem Feld an der B 2 am Pinnower Kreisel wartet bereits ein stattlicher Stahlplatz auf die Baufirmen. Der nächste ist bei Gellmersdorf, ein weiterer bei Frauenhagen. Insgesamt 1404 Rohre aus den Stahlwerken passieren das ansonsten eher ruhige Pinnower Gleis auf dem früheren Militärgelände.